Die slowakische Menschenrechtskoalition hat dem UN-Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen im Vorfeld der anstehenden Überprüfung der Slowakei einen Schattenbericht vorgelegt. Das Dokument weist auf die unzureichende Wahrung und den unzureichenden Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderungen, einschließlich Kindern, hin und fordert den Staat zu konkreten Maßnahmen auf. Dabei werden mehrere schwerwiegende Probleme benannt, darunter die mehrfache Diskriminierung gehörloser Roma-Kinder beim Zugang zu inklusiver Bildung, Gesundheitsversorgung und anderen öffentlichen Dienstleistungen; Barrieren für Menschen mit Behinderungen; das Fehlen strategischer Maßnahmen zum Schutz der Rechte von Frauen mit Behinderungen sowie deren unzureichender Schutz vor Gewalt und unzureichender Zugang zur Justiz. Das Papier weist zudem auf anhaltende gravierende Mängel beim Schutz von Menschen mit Behinderungen vor Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Bestrafung hin, insbesondere im Bereich der Zwangsmaßnahmen in psychiatrischen Einrichtungen. Der Schattenbericht wurde in Zusammenarbeit mit der NGO Svet Ticha und dem Verband der Blinden und Sehbehinderten der Slowakei vor der 35. Sitzung des UN-Ausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen eingereicht. Diese findet am 19. August 2026 statt.
Quelle: STVR