Die stellvertretende ungarische Ministerpräsidentin und Außenministerin, Anita Orbán hat am Donnerstag (6.8.) mit dem slowakischen Außenminister Juraj Blanár (Smer-SD) und Umweltminister Tomáš Taraba (Kandidat der SNS) über Hilfe in der kritischen Lage an der Donau gesprochen. Orbán bat darum, dass die slowakischen Wasserwirtschaftsbehörden alles tun sollten, um einen möglichst gleichmäßigen Abfluss der Donau in Richtung Ungarns aufrechtzuerhalten. Laut ihrer Aussage habe die Slowakei zugesagt, trotz des eigenen erheblichen Wassermangels alles zu tun, um dieser Forderung nachzukommen. Der Wasserstand der Donau ist in der vergangenen Zeit aufgrund extremer Hitze und anhaltender Trockenheit auf ein historisches Tief gesunken. Aufgrund des Wassermangels musste die Leistung des ungarischen Kernkraftwerks Paks gedrosselt werden, da Donauwasser zu dessen Kühlung verwendet wird. Die ungarische Regierung stufte die Dürre als nationale strategische Bedrohung ein und rief den Ausnahmezustand aus. Laut Umweltminister Tomáš Taraba helfe die Slowakei Ungarn mit Wasser und erfülle damit Slowakei alle internationalen Verpflichtungen – obwohl man selbst spüre, dass das Wasser knapp ist.
Quelle: TASR