Der slowakische Staatspräsident Peter Pellegrini unterstützt die Forderung von 22 EU-Mitgliedsstaaten nach einer Sondersitzung der Innenminister zur Migrationskrise in der spanischen Exklave Ceuta. Ein wirksamer Schutz der EU-Außengrenzen sei eine Voraussetzung für die Sicherheit der Bürger und für das Vertrauen in den Schengen-Raum, erklärte Pellegrini. Die Slowakei sei bereit, Maßnahmen gegen Schleusernetzwerke und den Missbrauch von Migration als politisches Druckmittel zu unterstützen. In den vergangenen Tagen waren nach Schätzungen der Regionalregierung bis zu 60.000 Menschen aus Marokko nach Ceuta gelangt. Mehr als 48.000 von ihnen kehrten inzwischen nach Marokko zurück. Als Reaktion auf den Ansturm von Migranten setzte Italien das Schengen-Abkommen mit Spanien aus. Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico (SMER-SD) sprach sich gegen einen Ausschluss Spaniens aus dem Schengen-Raum aus. Ein solcher Schritt werde die Krise nicht lösen. Die Slowakei sei jedoch bereit, Spanien mit Polizisten und technischer Ausrüstung beim Schutz der EU-Außengrenze zu unterstützen.
Quelle: TASR
Präsident Pellegrini unterstützt EU-Sondertreffen zur Ceuta-Krise
03. 08. 2026 13:31 | Nachrichten
Juraj Pavlovič, Foto: AP/TASR