Umfrage: Slowakische Gesellschaft mit zweithöchster Polarisierung in Europa

Umfrage: Slowakische Gesellschaft mit zweithöchster Polarisierung in Europa

Die slowakische Gesellschaft liegt bezüglich Polarisierung europaweit auf dem zweiten Platz, direkt hinter Ungarn und knapp vor Spanien. Dies geht aus der Studie „Polarisierung und Antisystem 2026“ hervor, die am Dienstag (14.7.) von Vertretern des slowakischen Forschungsinstituts für soziale Kohäsion (DEKK) vorgestellt wurde. Wie dessen Direktor, Pavol Kosnáč erklärte, zeigten extrem polarisierte Gesellschaften weltweit, dass Polarisierung zu physischer Gewalt oder kriegerischen Konflikten eskalieren könne. Beispiele hierfür seien die Lage im Irak oder in Syrien. Die Studie berichtet auch von konkreten Folgen der Polarisierung in der Slowakei. So zeigen die Daten beispielsweise Auswirkungen auf zwischenmenschliche Beziehungen. Demnach ist hierzulande der Anteil der Menschen gestiegen, die aufgrund unterschiedlicher Meinungen den Kontakt zu ihren Eltern abgebrochen haben. Konflikte über Wertvorstellungen und politische Themen dringen damit etwas häufiger in persönliche Beziehungen ein als im vergangenen Jahr. Zu den Ursachen der Polarisierung zählt laut der Studie beispielsweise die Nutzung der Polarisierung als Machtinstrument durch politische Spitzen, aber auch die wirtschaftliche Ungleichheit sowie das Versagen der Slowakei bei der Bewältigung vergangener Krisen.

Quelle: TASR
Jana Hrbeková; Foto: TASR

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