Der Wert des 17-prozentigen Anteils am Energieversorgungsunternehmen Slovenské elektrárne könnte zwischen mehreren hundert Millionen und drei Milliarden Euro liegen, sagte Wirtschaftsministerin Denisa Saková (Hlas-SD) am Dienstag (30.6.). Sie teilte mit: „Wir haben bestimmte Annahmen und Bewertungen, doch letztlich hängt das auch davon ab, wie die andere Seite daran herangeht und wie die jeweiligen Bewertungen zum betreffenden Zeitpunkt ausfallen.“ Der Chef der Partei Hlas-SD und Innenminister Matúš Šutaj Eštok bekräftigte, dass seine Partei das Vorhaben zum Rückkauf der Anteile unterstütze. Wie er erklärte, werde der Preis keineswegs niedrig sein. Es zeige sich jedoch, dass ein Land ohne Eigentum an solchen strategischen Unternehmen in einer äußerst schwierigen Position vollkommen verloren ist. Der Staat hat für den 17-prozentigen Anteil an dem Energieversorgungsunternehmen nach der Inbetriebnahme des vierten Blocks des Kernkraftwerks Mochovce ein Vorkaufsrecht. Dieser wird voraussichtlich bis Jahresende seine volle Leistung erreichen und ab nächstem Jahr im Regelbetrieb mit voller Kapazität laufen. Mehrheitsaktionär von Slovenské elektrárne ist die Slovak Power Holding B.V. (SPH) mit einem Anteil von 66 Prozent. Das Grundkapital der SPH befindet sich zu 100 Prozent im Besitz der tschechischen Energetický a průmyslový holding (EPH). Die Slowakei hält 34 Prozent an Slovenské elektrárne.
Quelle: TASR