Bei der Pressekonferenz nach dem Treffen der Visegrád-4 im ungarischen Gödöllő (23.6.) hat eine Journalistin des öffentlich-rechtlichen Senders STVR dem slowakischen Premierminister Robert Fico (Smer-SD) die Frage gestellt, ob er mit dem Regierungschef Ungarns Péter Magyar auch das Thema der Beneš-Dekrete besprochen habe. Robert Fico antwortete, dass bilaterale Probleme beim Treffen kein Thema waren und dass die slowakische Regierung Interesse an guten Beziehungen mit Ungarn habe. Am Mittwoch (24.6.) äußerte sich Robert Fico im Beisein des Justizministers Boris Susko im ostslowakischen Bardejov vor Lernenden zu der am Vortag gestellten Frage wie folgt: „...am liebsten würde ich die Redakteurin des Slowakischen Fernsehens mit 100 Liter kaltem Wasser mit einem Schlauch wie im Irrenhaus abspritzen. Ganz daneben. Ein totaler Dummkopf, entschuldigen Sie, ein normaler Dummkopf, und von der Sorte gibt es da sehr viele in den Medien...“. Er frage sich, ob die Journalistin die Harmonie unter den V4-Vertretern absichtlich stören wollte oder ob ihr jemand die Frage zugesteckt habe. Am Donnerstag (25.6.) bestätigte Péter Magyar, dass die Beneš-Dekrete in der Tat in Gödöllő kein Thema waren, allerdings hätten beide Länder eine Arbeitsgruppe zur Lösung des Problems gebildet.
Quelle: TASR, Úrad vlády SRPremier Fico unzufrieden über die Frage einer STVR-Journalistin
26. 06. 2026 10:35 | Nachrichten
Kay Zeisberg; Foto: Úrad vlády SR (YouTube)