Widerstandsfähigere Wälder, eine vielfältigere Landschaft und bessere Lebensbedingungen für Mensch und Tier, insbesondere für große Raubtiere – das sind die Ziele von Maßnahmen, die Expertinnen und Experten der Nationalparkverwaltung Slowakisches Paradies und des World Wildlife Fund (WWF) Slowakei kürzlich im Rahmen einer Feldveranstaltung vorstellten. Laut WWF zeigten die vorgestellten praktischen Lösungen, wie man gleichzeitig auf die Folgen des Klimawandels reagieren, die ökologische Vernetzung der Landschaft verbessern und Konflikte zwischen Mensch und Tier reduzieren kann. Zudem sollen die Maßnahmen im Rahmen des internationalen Projekts ForestConnect umgesetzt werden. Laut Marek Leskovjanský von der Nationalparkverwaltung Slowakisches Paradies zählten unterbrochene Verbindungen in der Landschaft, die durch den Bau von Straßen und Eisenbahnen oder unsachgemäße Bewirtschaftung entstehen, zu den größten Bedrohungen für große Raubtiere wie Wölfe, Bären und Luchse. Diese Arten benötigen große und zusammenhängende Gebiete, um natürlich wandern, Nahrung suchen oder Partner finden zu können. Die Zersplitterung der Landschaft führt außerdem zur Verschlechterung des Waldzustands und zu häufigeren Konflikten mit dem Menschen. Im Slowakischen Paradies wurden daher in den vergangenen zwei Jahren verschiedene praktische Maßnahmen umgesetzt. So trägt beispielsweise das Mulchen verwilderter Wiesen zur Wiederherstellung einer vielfältigen Landschaft bei und verbessert die Lebensbedingungen für zahlreiche Arten. Auf vegetationslosen Flächen wurden 50 Wildobstbäume, darunter Apfel-, Birnen- und Traubenkirschenbäume, gepflanzt. Diese erweitern das Nahrungsangebot für Wildtiere und ergänzen gleichzeitig auf natürliche Weise Wanderkorridore.
Quelle: TASR