Der slowakischen Industrie fehlen 130.000 Arbeitskräfte. Eine Lösung ist das Anwerben von Arbeitskräften aus dem Ausland und ein höherer Automatisierungsgrad in der Produktion. Beide Möglichkeiten nutzt ein Hersteller von Eisenbahnwaggons aus Poprad, der die modernste Lackierstraße Europas in Betrieb genommen hat. Bei Tatravagónka übernehmen künftig Roboter das Lackieren von Waggons und Fahrgestellen. Die neue Roboteranlage beschäftigt 55 Mitarbeiter, etwa nur halb so viel wie in einer manuellen Lackiererei. Die neue vollautomatische Lackierstraße kostete rund 13 Millionen Euro, wovon mehr als ein Drittel auf staatliche Beihilfen in Form von Steuererleichterungen entfallen.
In Poprad befindet sich der größte Hersteller von Eisenbahnwaggons ganz Europas mit einem Marktanteil von fast 50%, wobei alle Waggons für den Export bestimmt sind. Lediglich das slowakische Verteidigungsministerium verhandelt mit Tatravagónka über den Kauf neuer Waggons für die slowakischen Streitkräfte.
Quelle: spravy.stvr.sk