Am Montag (1.6.) wollte die Opposition eine außerordentliche Parlamentssitzung zur Abberufung des Umweltministers Tomáš Taraba (nominiert von der Slowakischen Nationalpartei) eröffnen. Da die Regierungsabgeordneten nicht im Plenarsaal anwesend waren, scheiterten beide Versuche. Dem slowakischen Umweltminister wird vorgeworfen, die Umwelt nicht zu schützen, sondern der Wirtschaftslobby zu dienen. Seine misslungenen Zonierungen der Nationalparks würden eine halbe Milliarde Euro aus dem Aufbauplan der EU gefährden. Er spiele mit der Gesundheit der Menschen in wirtschaftsschwachen Regionen, wie etwa im Tal um das smoggeplagte Städtchen Jelšava, wo er das bereits begonnene Projekt zur Verbesserung der Luftqualität stoppte. Auch die Slowakische Nationalpartei, die ihn für den Posten nominiert hatte, ist mit seinen Ergebnissen nicht zufrieden. Parteichef Andrej Danko schloss Tarabas Kandidatur für die Partei aus und verlangte vom Ministerpräsidenten Robert Fico (Smer-SD), den Posten neu zu besetzen, was dieser ablehnte. Stattdessen soll sich die Partei mit dem Umweltminister Taraba bis Ende September einigen.
Quelle: TASR