Slowakische Verbraucherinnen und Verbraucher haben sich für die Meinungsforschungsagentur AKO dazu geäußert, woran sie in der Zeit der Wirtschaftskrise sparen. 50,9 Prozent sparen demnach beim Kleider- und Schuhkauf, 50,1 Prozent reduzieren ihre Ausgaben für Freizeit und Kultur, 43,3 Prozent schränken sich beim Urlaub ein und 40,8 Prozent auch beim Einkauf von Lebensmitteln und gängigen Alltagswaren. Insbesondere die letztgenannte Kategorie sendet laut Peter Dvornák von der Inkassogesellschaft EOS KSI Slovensko ein klares Signal, dass slowakische Konsument*innen zunehmend in den Sparmodus wechseln müssen. Lediglich 14,1 Prozent der insgesamt 1.000 Befragten müssen überhaupt nicht sparen. Eine weitere aktuelle Umfrage der Agentur MNForce berichtet, dass 55 Prozent der Befragten eine Verschlechterung ihrer Ernährungsqualität sehe. Die Lebensmittel seien in der Slowakei viel zu teuer geworden. 85 Prozent der grenznah lebenden Bevölkerung kauft oft im Ausland ein. Jährlich werden so ungefähr 700 Millionen Euro nicht hierzulande, sondern im österreichischen, polnischen, tschechischen oder ungarischen Einzelhandel umgesetzt. Dieses Geld fehlt dann in der slowakischen Wirtschaft, aber auch in der Staatskasse.
Quelle: TASR, Správy STVR