Büro des Bürgerbeauftragten schließt Poststelle wegen Hassdrohungen

Büro des Bürgerbeauftragten schließt Poststelle wegen Hassdrohungen

Die Kanzlei des slowakischen Bürgerbeauftragten hat ihre Poststelle bis Freitag (29.5.) geschlossen und nimmt vorübergehend keine persönlichen Eingaben entgegen. Dies teilte sie auf ihrer Website mit. Der Sprecher des Ombudsmanns Branislav Gigac bestätigte gegenüber der Presseagentur TASR, dass dieser Schritt im Zusammenhang mit Hassdrohungen steht, die die Behörde erhalten hat. „Es handelt sich um vorbeugende Maßnahmen. Das weitere Vorgehen der Polizei werden wir nicht kommentieren“, sagte Gigac. Der slowakische Bürgerbeauftragte Róbert Dobrovodský hatte am Samstag (23. Mai) mitgeteilt, die Polizei um Schutz des Arbeitsumfelds seiner Mitarbeiter ersucht zu haben, nachdem seine Behörde mit Hassdrohungen konfrontiert worden war. Auslöser war eine Beschwerde beim Verfassungsgericht zu den Bedingungen der Registrierung von Kirchen und Religionsgemeinschaften von Seiten des Bürgerbeauftragten gewesen. Nach öffentlichen Äußerungen seitens mehrerer Politiker im Zusammenhang mit diesem Antrag, wonach er angeblich eine „Islamisierung der Slowakei“ anstrebe, habe es eine Welle von Hassreaktionen, Beleidigungen und Drohungen gegen ihn und seine Behörde gegeben. Dobrovodský betonte, dass sich sein Antrag auf eine Eingabe der Altkatholiken in der Slowakei bezog.

Quelle: TASR

Marika Antašová, Foto: TASR

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