Die Slowakei strebt eine Mehrheitsbeteiligung am slowakischen Energiekonzern Slovenské elektrárne an. Derzeit hält der Staat ein Drittel des Unternehmens. Dies teilte Ministerpräsident Robert Fico (Smer-SD) nach einer Regierungssitzung am Mittwoch (22.4.) mit. Die Frage eines möglichen Erwerbs weiterer Anteile wird ihm zufolge auf den Tisch kommen, sobald der vierte Block des Kernkraftwerks in Mochovce fertiggestellt und in Betrieb genommen ist. Die Opposition würde einen solchen Schritt begrüßen. Derzeit hält die Slowakei einen Anteil von 34 Prozent an den Aktien, während die restlichen 66 Prozent bei einem ausländischen Partner liegen. Sollte es gelingen, weitere 17 Prozent zu erwerben, hätte die Slowakei einen Anteil von 51 Prozent und damit die Mehrheit am slowakischen Energiekonzern. Das Vorkaufsrecht auf 17 Prozent der Aktien besitzt die Slowakei aufgrund eines Memorandums. Dieses wurde bereits 2015 von der damaligen Regierung mit dem italienischen Unternehmen ENEL unterzeichnet. Dieses Vorkaufsrecht kann der Staat innerhalb von sechs Monaten nach Fertigstellung des vierten Blocks geltend machen.
Quelle: TASR