Am Donnerstag (9.4.) hat das slowakische Gesundheitsministerium die Konferenz „Gesunde Krankenhäuser – starkes Gesundheitswesen“ veranstaltet. Der zuständige Minister Kamil Šaško (Hlas-SD) präsentierte dabei die Ergebnisse einer Wirtschaftsprüfung in fünf staatlichen Krankenhäusern. Ministerpräsident Robert Fico (Smer-SD) nannte diese verheerend. Die staatlichen Krankenhäuser sind stark verschuldet. Mittlerweile beträgt deren Gesamtverschuldung über eine Milliarde Euro, weshalb die Europäische Kommission ein Verfahren gegen die Slowakei führt. Das meiste Geld geben sie für Löhne aus. Den Audits zufolge gebe es eine Überbesetzung bei Ärzten und Ärztinnen und einen eklatanten Mangel an Krankenschwestern. Mit dieser Diskrepanz hinge auch die niedrige Auslastung der Operationssäle zusammen. Das Ministerium kündigt schmerzhafte Reformen an.
Quelle: TASR