Einen offiziellen Arbeitsbesuch in der Russischen Föderation und ein Gespräch mit dem russischen Ministerpräsidenten über Energielieferungen mit Spekulationen um eine mögliche Beeinflussung der Wahlen in Verbindung zu bringen, ist „Unsinn, der die Türen zuschlägt“. Dies sagte der slowakische Staatspräsident Peter Pellegrini zu den Vorwürfen, die eine mögliche Beeinflussung der slowakischen Parlamentswahlen im Jahr 2020 betreffen. Er wies darauf hin, dass sein Treffen im Februar 2020 mit dem neuen russischen Regierungschef Michail Mischustin einer von Dutzenden Arbeitsbesuchen war und offiziell kommuniziert wurde. Wie er betonte, war das Thema des Treffens die Sicherung der Energielieferungen aus der Russischen Föderation. Laut der Tageszeitung „Denník N“ soll der ungarische Außenminister Péter Szijjártó vor den slowakischen Wahlen 2020 auf Wunsch des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán dem russischen Außenminister Sergej Lawrow erklärt haben, dass das Weiterbestehen der damaligen Koalition für Ungarn „von entscheidender Bedeutung“ sei. Ein Empfang des damaligen Regierungschefs Peter Pellegrini in Moskau würde ihm „sehr helfen, die Wahlen zu gewinnen“. Die Oppositionspartei PS ist derAnsicht, dass in diesem Zusammenhang der slowakische Sicherheitsrat zusammenkommen sollte. Die oppositionelle SaS kündigte an, sich mit einem Antrag auf Untersuchung einer möglichen Einmischung Russlands in die Wahlen in der Slowakei an die Generalstaatsanwaltschaft zu wenden.
Quelle: TASR