Die Slowakei und Ungarn haben ihre Besorgnis über Medienberichte zum Einsatz von Experten der Europäischen Kommission am Ort der angeblichen Beschädigung der Druschba-Pipeline in der Ukraine zum Ausdruck gebracht, die ohne das Beisein slowakischer und ungarischer Experten und ohne vorherige Benachrichtigung der Länder erfolgen soll. Dies teilten die Außenminister der Slowakei und Ungarns, Juraj Blanár und Péter Szijjártó, in einem Schreiben an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit. Gleichzeitig forderten sie die Union auf, unverzüglich Druck auf die ukrainische Seite auszuüben, um die Situation bezüglich der Pipeline zu klären. Ukrainische Medien berichteten am Dienstag, dass eine Gruppe von EU-Experten am Mittwoch (18.3.) den Abschnitt der Druschba-Pipeline besuchen werde, der laut Kiew durch einen russischen Angriff in der Stadt Brody am 27. Januar beschädigt worden sei. Seitdem fließt kein russisches Öl mehr über die Pipeline in die Slowakei und nach Ungarn. Der Sprecher des ukrainischen Außenministeriums Heorhij Tychyj erklärte jedoch am Mittwoch, dass die Ukraine bislang keine Informationen bezüglich dieser EU-Mission habe. Blanár und Szijjártó erklärten in ihrem Brief an von der Leyen, dass sie einen solchen Expertenbesuch als unzureichenden Schritt betrachten, und betonten, dass die Slowakei und Ungarn auf einer Expertenmission zur Druschba-Pipeline unter Einbeziehung ihrer eigenen Experten bestehen.
Quelle: TASR