EU schickt Expertengruppe zur Druschba-Pipeline

EU schickt Expertengruppe zur Druschba-Pipeline

Eine Expertengruppe der Europäischen Union wird am Mittwoch (18.3.) einen Abschnitt der Druschba-Pipeline in der Ukraine besuchen, der nach ukrainischen Angaben durch eine russische Rakete beschädigt wurde. Das berichtete am Dienstag (17.3.) das ukrainische Portal Jevropejska pravda unter Berufung auf eigene Quellen. Die Experten sollen das Ausmaß der Schäden sowie die Arbeiten beurteilen, die für die Wiederaufnahme des Betriebs der Pipeline erforderlich sind. Über die Leitung fließt seit Ende Januar kein russisches Öl mehr in die Slowakei und nach Ungarn. Diese beiden Länder seien jedoch laut dem Portal in der Expertengruppe nicht vertreten. EU-Ratspräsident António Costa und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärten, dass die Europäische Union der Ukraine technische Hilfe und finanzielle Unterstützung angeboten habe und Kiew habe dieses Angebot angenommen. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gehen die Reparaturen an der Pipeline ihrem Abschluss entgegen und die beschädigte Pumpstation soll innerhalb von eineinhalb Monaten wieder in Betrieb genommen werden. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán und der slowakische Regierungschef Robert Fico werfen der von Russland angegriffenen Ukraine jedoch vor, die Wiederaufnahme des Betriebs hinauszuzögern. Costa und von der Leyen betonten, dass die Energiesicherheit für alle europäischen Bürgerinnen und Bürger Priorität habe. In diesem Zusammenhang wollen sie „weiter mit den beteiligten Seiten an der Suche nach alternativen Transitwegen für nicht-russisches Öl in die Länder Mittel- und Osteuropas zusammenarbeiten“.

Quelle: TASR

Juraj Pavlovič, Foto: TASR

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