Die slowakische Kartellbehörde (PMÚ) hat ein Kartell von Unternehmen aufgedeckt, die im Bereich der Herstellung und Lieferung von Kabeln tätig sind. Insgesamt gab es 11 Teilnehmer, die sich langfristig auf eine einheitliche Preisgestaltung geeinigt hatten. Die Behörde verhängte gegen die Unternehmer Geldstrafen im historisch höchsten Gesamtbetrag von 97,4 Millionen Euro. Dies teilten am Dienstag (10.3.) der stellvertretende PMÚ-Chef Peter Demčák und der Direktor der Kartellabteilung der Behörde Juraj Sýrny mit, wobei es sich bislang um eine Entscheidung in erster Instanz handelt. Die Unternehmen können noch Berufung einlegen. „Was die Praxis oder den Kern dieses Kartells angeht, so bestand es in der Koordinierung der Hersteller bzw. Verkäufer von Kabeln, die einen Metallanteil, nämlich Kupfer oder Aluminium, enthalten. Die Koordinierung betraf die Preisgestaltung für den Metallanteil dieser Kabel“, erklärte Demčák. Er betonte, dass diese Kabel in vielen Wirtschaftsbereichen eingesetzt werden, beispielsweise in der Eisenbahn- und Sicherheitsinfrastruktur, bei der Herstellung von Glasfaserkabeln, in der Telekommunikation, bei der Übertragung und Verteilung von Strom oder im Bauwesen. Die potenzielle Auswirkung der Kartellvereinbarung war daher groß.
Quelle: TASR