Der slowakische Premierminister Robert Fico (Smer-SD) hat erklärt, die Slowakei würde Kapazitäten zur Verfügung stellen, falls die Druschba-Ölpipeline in der Ukraine tatsächlich repariert werden müsse. Gleichzeitig bekräftigte er jedoch, dass diese seiner Ansicht nach nicht beschädigt sei und die Ukraine die Lieferungen aus politischen Gründen eingestellt habe. Sollte dem so sein, werde die Slowakei den 90-Milliarden-Kredit der EU an Kyjiw weiter blockieren. Einer von Brüssel gewünschten Entsendung von Experten zur Begutachtung der angeblichen Schäden stimmte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj allerdings nicht zu. Indessen kritisierte der Parteichef der oppositionellen KDH Milan Majerský, dass die Slowakei ihre Aufgabe, die seit über zehn Jahren bestehe, nämlich jene einer Diversifizierung der Energieversorgung, nicht erfüllt habe. Am Dienstag (10.3.) trifft sich Fico in Paris mit EU-Präsidentin Ursula von der Leyen. Er möchte dabei seine Position zur Frage der Öllieferungen durch die Ukraine erläutern.
Quelle: TASR, Aktuality.sk