Der slowakische Premierminister Robert Fico (Smer-SD) hat angekündigt, am Montag (23.2.) den staatlichen Übertragungsnetzbetreiber SEPS zu besuchen und ihn aufzufordern, die Notstromlieferungen an die Ukraine einzustellen. Grund dafür sei der Stopp des Transits von russischem Öl durch ukrainisches Territorium in die Slowakei und nach Ungarn. Dies gab der Ministerpräsident am Sonntagabend (22.2.) in einem Video in den sozialen Medien bekannt. „Wenn der Präsident (der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, Anm. d. Red.) uns sagt, dass wir Gas und Öl woanders als in Russland kaufen sollen, obwohl es schwieriger und teurer ist und wir dadurch viel Geld verlieren, haben wir das Recht, darauf zu reagieren“, so Fico in dem Video. Der Vorsitzende der Oppositionspartei Progresívne Slovensko (PS) Michal Šimečka kritisierte diesen geplanten Schritt von Premier Fico scharf. Es sei eine unglaubliche Schande, den Jahrestag des russischen Einmarsches im Nachbarland auf diese Weise zu begehen, so Šimečka. Ebenso wie Fico drohte auch dessen ungarischer Amtskollege Viktor Orbán die Stromversorgung der Ukraine zu unterbrechen. Das ukrainische Außenministerium verurteilte am Samstag (21.2.) das „Ultimatum und die Erpressung“ seitens der Regierungen Ungarns und der Slowakei.
Quelle: TASR, STVR