Die EU-Botschafterin in der Ukraine, Katarina Mathernová, hat zuletzt in sozialen Medien immer wieder Russlands gezielte Angriffe auf die Energieversorgung der Ukraine verurteilt. Am 3.2. hatte sie ein Foto von ihr veröffentlicht, zu dem sie schrieb, sie habe aus Sicherheitsgründen im Badezimmer ihres Hotelzimmers in Kyjiw geschlafen. Dieses kommentierte daraufhin die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, mit sexualisierten Anspielungen sowie Kritik an der EU-Politik gegenüber der Ukraine. Laut der aus Bratislava gebürtigen Mathernová richteten sich diese Äußerungen nicht nur gegen sie als EU-Botschafterin, sondern auch gegen sie als Frau im Zusammenhang mit ihren öffentlichen Aussagen zu den Folgen der russischen Angriffe auf die Ukraine. „Wenn eine Sprecherin eines militärischen Aggressors ein Foto einer Frau, die sich vor russischen Raketen und Drohnen versteckt, sexualisiert, sagt das nichts über mich aus, sondern alles über das Regime, das Maria Sacharowa repräsentiert“, so Mathernová in sozialen Medien. Sie wies außerdem darauf hin, dass Millionen Menschen in der Ukraine aus demselben Grund seit vier Jahren die Nächte in Kellern, Fluren und Schutzräumen verbringen. Laut Mathernová hat die Verhöhnung des Leids der Zivilbevölkerung nichts mit Diplomatie zu tun. Die EU-Botschafterin betonte zudem, dass sie sich durch diese Aussagen nicht davon abhalten lasse, weiterhin über die Folgen der russischen Angriffe auf die Ukraine zu berichten.
Quelle: TASR