In Bratislava hat am Montag (12.1.) die historisch erste Sitzung des slowakisch-chinesischen Regierungsausschusses für strategische Partnerschaft stattgefunden. Dies geschah während des Besuchs einer chinesischen Delegation unter Leitung der stellvertretenden Außenministerin der Volksrepublik China Hua Chunying. Wie der slowakische Außenminister Juraj Blanár (Smer-SD) erklärte, sei die Slowakei an einer pragmatischen, sachlichen und vorhersehbaren Entwicklung der Beziehungen zu China interessiert, die auf gegenseitigem Respekt und praktischen Ergebnissen basieren sollen. Die strategische Partnerschaft zwischen der Slowakei und China wurde während des offiziellen Besuchs von Ministerpräsident Robert Fico (Smer-SD) in China im November 2024 geschlossen. Laut Blanár ist China langfristig der wichtigste Handelspartner der Slowakei in Asien mit einem gemeinsamen Jahresumsatz von über 10 Milliarden Euro. Der Dialog soll sich nun besonders auf die Förderung von Investitionen und Handelsbeziehungen richten. Die Slowakei habe nach Angaben des Außenministeriums konkrete Schritte mit Schwerpunkt auf den nationalstaatlichen Interessen definiert, vorrangig in den Bereichen Wirtschaft, Forschung, Entwicklung und Innovationen, Gesundheitswesen und Bildung. Unterzeichnet wurde unter anderem eine Vereinbarung zwischen den Bildungsministerien beider Länder über die Tätigkeit slowakisch-chinesischer bilingualer Sektionen. Die Slowakei will zudem im Rahmen der kulturellen Zusammenarbeit ein Slowakisches Institut in Peking einrichten.
Quelle: TASR