Der slowakische Oberste Gerichtshof hat am Montag (12.1.) das Urteil des Bezirksgerichts Bratislava in Sachen der Ducký-Wechsel aus dem Jahr 2022 aufgehoben. Aus diesem Grund muss der Gaskonzern Slovenský plynárensky priemysel (SPP) nun rund 350 Millionen tschechische Kronen, also über 14 Millionen Euro an eine Firma aus Zypern zahlen. Dazu kommen Zinsen und die Verfahrenskosten, so dass insgesamt fast 40 Millionen Euro fällig sind. Der Konzern SPP will gegen diese Entscheidung in Revision gehen. In den 1990er Jahren hatte der damalige SPP-Chef Ján Ducký eine unbekannte Menge von Wechseln unterzeichnet, die ursprünglich zugunsten der tschechischen Sezooz Group ausgestellt wurden. Es ist nicht bekannt, wie viele solcher Wechsel er unterzeichnet hat, auf welchen Gesamtbetrag und wo sie sich befinden, da sie nicht in der Buchhaltung des damaligen Staatsunternehmens SPP registriert wurden. Ducký wurde 1999 von einem unbekannten Täter ermordet und dieser Mord wurde nie aufgeklärt.
Quelle: TASR