Der Ausbau von Autobahnen in der Slowakei dürfte laut dem Verkehrsministerium künftig langsamer vorankommen. Die Autobahnbauten seien teuer, zugleich werden dafür voraussichtlich kaum noch EU-Mittel zur Verfügung stehen. Den Analytikern des Verkehrsressorts zufolge müsse der Staat daher genauer abwägen, in welche Strecken er investiert. Ein neues Verkehrsmodell des Ministeriums prognostiziert bis 2050 einen Rückgang beim Personenverkehr, und dies sowohl auf den Straßen um sechs Prozent als auch auf der Schiene um dreizehn Prozent. Der Hauptgrund sei die demografische Entwicklung, denn die slowakische Bevölkerung schrumpft und altert. Gleichzeitig soll jedoch die Zahl der Autos weiter steigen. Deutlich zunehmen soll der Güterverkehr und auf den bestehenden Verkehrswegen werden viel mehr Lastwagen und Güterzüge erwartet.
Quelle: Tageszeitung Sme