1711 wurde im damals ungarischen Sajógömör, heute slowakisch Gemer, nahe Košice, eine Frau geboren, die für ihre Zeit etwas Ungewöhnliches tat: Cinka Panna, so ihr Name, ergriff einen Männerberuf, wurde sogenannter Zigeuner-Primáš, also erste Geigerin und Solistin auf der Violine. In Gemer kündet heute ein Denkmal von der lebenslustigen, musikalisch hoch begabten Panna Cinka, ihre Lebensgeschichte kam auf die Schauspielbühne und wurde verfilmt, literarisch verarbeitet. Und kein geringerer als der berühmte Komponist Zoltán Kodály schrieb in den 1940er Jahren ein Singspiel über sie. 300 Jahre später, ist sie, so möchte man fast meinen, nun wiederauferstanden. Oder einfacher ausgedrückt: Panna Cinka hat eine würdige, moderne Nachfolgerin - die bekannte Violinistin Barbora Botošova. RSI traf sich mit der slowakischen Roma-Musikerin in ihrem Lieblingscafé in Bratislava. Ihre Geige hatte sie natürlich auch dabei…
Cinka-Panna
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